Rauchmelder
Wenns brennt:
Brände entstehen häufig schneller, als man denkt – oft durch technische Defekte, Unachtsamkeit. Oftmals bleiben sie anfangs auch unbemerkt. Die größte Gefahr geht dabei nicht von den Flammen, sondern vom giftigen Brandrauch aus, der sich lautlos ausbreitet und innerhalb weniger Minuten lebensbedrohlich werden kann.
Rauchmelder erkennen diese Gefahr frühzeitig und schlagen Alarm, bevor sich Rauch unkontrolliert im Gebäude verteilt oder Fluchtwege versperrt. Sie schaffen wertvolle Zeit zur Reaktion, zur Warnung anderer Personen und zur Einleitung weiterer Maßnahmen – und sind damit ein zentraler Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes im eigenen Zuhause.
Warum sind Rauchmelder so wichtig?
Frühwarnsystem
Rauchmelder erkennen schon geringe Mengen an Rauch und lösen einen lauten Alarm aus. Dadurch bleibt im Brandfall mehr Zeit, um sich und andere in Sicherheit zu bringen.
Schutz im Schlaf
Besonders gefählrich sind Brände während der Nacht. Im Schlaf funktioniert der Geruchssinn nicht, weshlab giftiger Rauch oft unbemerkt bleibt. Ruachmelder wecken Bewohner rechtzeitig.
Lebensrettende Einsätze
In Bayern konnten Feuerwehren bereits mehrfach feststellen, dass Rauchmelder Brände frühzeitig erkannt haben. So konnten größere Schäden verhindert und Menschenleben gerettet werden.
Vermeidung von Rauchvergiftungen
Die meisten Brandopfer sterben nicht durch Flammen, sondern durch die giftigen Gase im Brandrauch.
Wohin damit
In Bayern gilt die Rauchmelderpflicht seit 2013 für Neubauten; für bestehende Wohnungen lief die Nachrüstfrist bis Ende 2017. Vorgeschrieben sind Melder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Fluchtwege dienen.
Auch darüber hinaus kann es sinnvoll sein, zusätzliche Rauchmelder in Wohn- und Aufenthaltsräumen zu installieren. Besonders Bereiche erhöhter Brandlast profitieren von einer erweiterten Absicherung.
Häufige Fragen
Laut DIN 14676 sollten Rauchwarnmelder mindestens einmal jährlich einer Funktionsprüfung unterzogen werden. Hierbei wird die Testtaste gedrückt, um den Alarmton und die Sensorik zu prüfen. Idealerweise verbinden Sie dies mit einer kurzen Reinigung (Staub entfernen).
Spätestens nach 10 Jahren plus Karenzzeit muss jeder Rauchmelder ausgetauscht werden. Die Sensoren lassen mit der Zeit nach und die Verschmutzung der Messkammer nimmt zu. Das Herstellungsdatum finden Sie auf dem Aufkleber am Gerät.
Bewahren Sie Ruhe. Wenn kein Feuer sichtbar ist, lüften Sie kräftig. Die meisten Melder lassen sich durch kurzes Drücken der Testtaste für ca. 10 Minuten stummschalten. Montieren Sie Melder in der Nähe der Küche nie direkt über dem Herd, um Wasserdampf-Alarme zu vermeiden.
In Bayern ist der Eigentümer (Vermieter) für die Installation der Rauchmelder zuständig. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft (Wartung/Batteriewechsel) obliegt jedoch dem unmittelbaren Besitzer (Mieter), es sei denn, der Vermieter hat diese Pflicht selbst übernommen.
Wichtig ist, dass der Melder das CE-Zeichen und die Norm DIN EN 14604 erfüllt. Wir empfehlen zusätzlich auf das "Q"-Prüfsiegel zu achten – dieses steht für hochwertige Melder mit fest verbauter 10-Jahres-Batterie, was lästige Batteriewechsel erspart.